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26.10.2011

Der lustige Museumsfriedhof in Kramsach


Kurze Verse erzählen humorvoll über Charakter und Todesursache der Verstorbenen.

Dass Friedhöfe nicht immer nur Orte der Trauer sind, zeigen die heiter-makabren Grabinschriften am Museumsfriedhof Kramsach in Tirol.

 

Der Schmied und Steinmetz Hans Guggenberger sammelt und restauriert bis heute ca. 500 "Marterln", also Gedenktafeln sowie verschiedenste Grabkreuze, auf denen
kurze Verse Auskunft über die Lebensgeschichten der Verstorbenen geben und auf humorvolle Art und Weise von deren Charaktereigenschaften und Todesursachen erzählen. Bei einem Streifzug durch den Friedhof begegnen den Besuchern unzählige kuriose Schicksale, die für die Nachwelt festgehalten wurden.

Über einen Bierbrauer z.B. steht geschrieben: "Christ steh still und bet a bissl: hier liegt der Bauer Jakob Nissl. Zu schwer mußte er büßen hier, er starb an selbstgebrautem Bier."

Eine andere Inschrift macht auf die Mühen langer Ehejahre aufmerksam: "Hier ruht in Gott Adam Lentsch - 26 Jahre lebte er als Mensch und 37 Jahr als Ehemann."

Und über die Herkunft einer Dame heißt es: "Hier liegt die Jungfer Rosalind, geboren als unerwünschtes Kind, Ihr unbekannter Vater war Kapuzinerpater."


Außerdem sind die kleinen, filigranen Schildchen Zeugen alter Handwerkskunst: Die Mehrzahl der Exponate stammt aus dem 19. Jahrhundert, die ältesten sind schon ein halbes Jahrtausend alt - jedes Schild ist ein in Handarbeit hergestelltes Unikat


Öffnungszeiten:

täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr, im Winter von 10.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
Eintritt frei, um freiwillige Spenden wird gebeten.

Weitere Infos unter www.museumsfriedhof.info.






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